Veröffentlicht in Figuren, Kurzgeschichten

Wer bist du? – Figuren erfinden

Um Figuren für Kurzgeschichten, Novellen oder Roman zu erfinden, kann es sinnvoll sein, sich unabhängig von der Geschichte separat mit den Figuren vertraut zu machen. Dabei kann folgende A-B-C-Liste helfen, um die Figuren besser kennenzulernen und diese Eigenschaften leichter für die Geschichte zu verwenden.

Aussehen

  • Äußeres Erscheinungsbild
  • Besondere körperliche Merkmale

Biographie

  • Alter
  • Beruf
  • Hobbys
  • Wichtige bisherige Lebensstationen
  • Familienstand
  • Wohnung

Charakter

  • Allgemeine Charakterzüge
  • Besondere Eigenschaften
  • Persönliche Ziele
  • Stärken
  • Schwächen
  • Sehnsüchte
  • Dunkles Geheimnis / Ängste

Diese Liste darf eine erste Hilfestellung sein. Sie ist erweiterungsfähig und kann der zu schreibenden Geschichte und deren Figuren angepasst werden. All diese Eigenschaften brauchen nicht in die Geschichte übernommen zu werden. Sie kommen eher unterschwellig zum Einsatz und geben beim Schreiben die sichere Gewissheit, die erfundenen Figuren gut zu kennen.

In Bezug auf die Geschichte ergeben sich weitere Fragen:

  • Funktion der Figur in der Geschichte?
  • Konflikte mit anderen (oder sich selbst)
  • Ziel der Figur
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Namen für Figuren

Jeder Mensch hat einen Namen – und auch jede Figur. So können Figuren in der Geschichte leichter unterschieden werden und  erhalten eine stärkere eigene Identität.

Vornamen

Wann spielt die Geschichte und wie alt ist die Figur? Der Vorname lässt oft auf das Alter schließen. Viele aktuelle Kindernamen sind heute kurz und für Kinder leicht aussprechbar, da sie starke Vokale enthalten. Auch Spitznamen lassen sich bilden. Manche Namen verraten die regionale Herkunft der Figur.

Achtung Klischees: Vom Vornamen her schließt mancher auch auf Charakter und Intelligenz von Personen:

Süddeutsche Zeitung: Vornamen und Vorurteile

Süddeutsche Zeitung: Kreative Vornamen

Tipps zur Vornamensuche

Nachnamen

Für Nachnamen gelten ähnliche Überlegungen wie für Vornamen. Eine stärkere Identität erhalten Figuren mit seltener vorkommenden Namen.

Aus zwei einzelnen Wörtern lassen sich Namen zusammensetzen, die ein Bild assoziieren: Rosen+müller, Bach+mann, Schön+huber, Stolz+meyer. Auch Naturbegriffe kann man kombinieren: *stein, *bach, *baum, *sand, *wald, *busch. Sogar Ortsnamen eignen sich.

Tipps zur Nachnamensuche

  • Telefonbuch
  • Zeitung: Familien-, Sterbe-, Kontaktanzeigen
  • Namen kreativ zusammensetzen (s.o.)